80 %
Bei dieser relativen Luftfeuchte direkt an der Oberfläche eines Bauteils setzt die Norm die Grenze, ab der Schimmel wachsen kann.
DIN 4108-2, Mindestanforderungen an den Wärmeschutz
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Raumklima · Schimmel und Feuchte
Schimmel in einer Wohnung führt oft sofort zum Streit, ob falsch gelüftet wurde oder ob das Gebäude schuld ist. Ich werte Luftfeuchte und Temperatur aus einfachen Datenloggern aus, rechne den Taupunkt an der kalten Wand nach und sage Ihnen nüchtern, was die Daten zeigen.
Schimmel braucht vor allem Feuchtigkeit, und die entsteht in Wohnungen ganz normal beim Duschen, Kochen, Wäschetrocknen und einfach beim Atmen. Kritisch wird es dort, wo warme, feuchte Raumluft auf eine kalte Oberfläche trifft, also in Außenecken, hinter Schränken an der Außenwand oder an Wärmebrücken, weil die Luft direkt an der Wand abkühlt und ihre relative Feuchte dort steigt.
Für Hausverwaltungen, Vermieter und Mieter ist die wichtigste Frage meistens, ob das am Nutzerverhalten liegt, am Gebäude oder an beidem. Ein einzelner Messwert am Tag der Besichtigung beantwortet das nicht, aber ein paar Wochen Daten aus einem einfachen Logger zeigen ziemlich klar, wie hoch die Feuchte wirklich ist, wie oft gelüftet wird und wie kalt die Wand wird.
80 %
Bei dieser relativen Luftfeuchte direkt an der Oberfläche eines Bauteils setzt die Norm die Grenze, ab der Schimmel wachsen kann.
DIN 4108-2, Mindestanforderungen an den Wärmeschutz
12,6 °C
So warm muss die Innenseite einer Außenwand nach der Norm mindestens bleiben, gerechnet mit 20 °C und 50 % Luftfeuchte innen und −5 °C außen, dafür steht der Temperaturfaktor fRsi ≥ 0,70.
DIN 4108-2, Mindestanforderungen an den Wärmeschutz
9,3 °C
Das ist der Taupunkt von Raumluft mit 20 °C und 50 % relativer Feuchte, und an Flächen, die kälter sind, schlägt sich Wasser nieder.
Magnus-Formel, Standardberechnung der Luftfeuchte
Ich sage Ihnen, wo die Logger hingehören, also in den betroffenen Raum, möglichst nah an die kalte Wand und zum Vergleich in einen unauffälligen Raum, und wie lange sie laufen sollten, damit die Daten belastbar sind.
Aus Temperatur und Luftfeuchte rechne ich aus, wie feucht es direkt an der Wand wird und wie oft die Grenze von 80 % überschritten ist, und ich sehe auch, wann gelüftet und geheizt wurde.
Nach ein bis zwei Wochen bekommen Sie einen Bericht, der nüchtern zeigt, was die Daten hergeben, mit Empfehlungen zum Lüften und Heizen und einem klaren Hinweis, wenn eine bauliche Ursache wahrscheinlich ist und sich ein Fachbetrieb das vor Ort ansehen sollte.
Sie sagen mir in der Anfrage, um welchen Raum es geht und was Sie stört. Das dauert zwei Minuten.
Haben Sie schon ein Messgerät, schicken Sie mir einfach den Export über einen sicheren Upload-Link. Wenn nicht, sage ich Ihnen, welches Gerät reicht und wo es hinkommt.
Nach ein bis zwei Wochen haben Sie einen kurzen Bericht: was los ist, warum, und was Sie als Erstes tun sollten. Ein Termin vor Ort ist dafür nicht nötig.
Nein, ich bin kein öffentlich bestellter Sachverständiger, und mein Bericht ist eine Datenauswertung. Er kann aber eine gute sachliche Grundlage für das Gespräch zwischen Vermieter und Mieter oder für einen Gutachter sein.
Nein, einfache Datenlogger für Temperatur und Luftfeuchte reichen oft schon aus. Ich helfe Ihnen bei der Auswahl und bei der Frage, wo sie stehen sollen.
Am besten zwei bis vier Wochen in der Heizperiode, weil Schimmel vor allem dann ein Thema ist, wenn es draußen kalt ist. Im Sommer sagen die Daten deutlich weniger aus.
Das hängt von der Zahl der Räume und Logger ab. Sie bekommen vorher ein klares Angebot, damit es keine Überraschungen gibt.